Unser Glaubensbekenntnis
„Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist."
Die Bibel - 1. Petrus 3,15
Grundlagen unserer Überzeugung
Die vorliegende Schrift befasst sich mit unserem Glaubensbekenntnis. Es soll einiges erklären und verdeutlichen, was die Grundlagen unserer Überzeugung sind. Sie werden merken, dass es sich hierbei um kurz gefasste Ausführungen biblischer Wahrheiten handelt — wobei die ganze Bibel Grundlage des christlichen Glaubens ist.
Unser Glaubensbekenntnis erhebt nicht den Anspruch auf Unfehlbarkeit, aber durch seine enge Anlehnung an die Bibel ist es ein wertvoller Schatz, der sich bereits über Generationen hinweg bewährt hat. Da unser Glaubensbekenntnis nur im Kontext mit der Bibel zu verstehen ist, werden die Grundaussagen mit den dazugehörigen Bibelstellen aufgeführt.
Möge unser Glaubensbekenntnis jedem Leser zum Zeugnis unserer Hoffnung dienen!
1. Gott
Wir glauben, dass es nur einen Gott gibt und sonst keinen.
Gott ist ewig, allmächtig, allwissend, allgegenwärtig, allein weise, unsichtbar und unermesslich.
Die Bibel - 5. Mose 4,35 · Psalm 90,2 · 1. Mose 17,1 · Psalm 139,1–10 · Römer 16,27 · 1. Timotheus 1,17
Gottes Dreieinheit
Wir glauben, dass dieser eine Gott sich in der Geschichte als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat. Die Dreieinheit Gottes ist eins im Wesen, Willen und Wirken. Sie bilden eine göttliche Einheit — darum glauben wir nicht an drei unterschiedliche Götter, noch überbetonen wir eine dieser drei Erscheinungen.
Die Bibel - 2. Korinther 13,13 · Johannes 10,30
Gott der Vater
Wir glauben an Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus und den Vater aller Geschlechter im Himmel und auf Erden.
Die Bibel - Kolosser 1,15–17 · Psalm 33,6 · Hiob 33,4
Gott der Sohn
Wir glauben an Jesus Christus als den eingeborenen Sohn Gottes. Er ist unser Herr, Heiland und Erlöser. Er ist Gott von Ewigkeit her und durch die Auferstehung der Sieger über den Tod.
Sein Opfertod war für unsere Sünden notwendig. Er selbst war rein, vollkommen, sünd- und schuldlos. Dennoch musste er für unsere Sünden leiden, gekreuzigt werden, sterben und begraben werden.
Er ist aber um unserer Rechtfertigung willen am dritten Tag auferweckt worden und in den Himmel aufgefahren. Er ist nun in der Herrlichkeit seines Vaters und vertritt uns dort. Von dort wird er auch bald wiederkommen, um alle Lebendigen und Toten zu richten.
Die Bibel - Johannes 3,16 · 2. Korinther 4,5 · Römer 3,24 · 1. Johannes 5,20 · Hebräer 13,8 · Johannes 14,6 · Jesaja 53,1–12 · Matthäus 26–28 · Römer 8,34 · 2. Timotheus 4,1
Gott der Heilige Geist
Wir glauben an den Heiligen Geist als göttlichen Geist des Vaters und des Sohnes. Er wurde vom Sohn gesandt und ist mit ihnen Teil des göttlichen Wesens. Am Tag der Pfingsten wurde er auf alle Menschen ausgegossen. Er wohnt in allen wiedergeborenen Kindern Gottes.
Seine Aufgaben bestehen im Lehren, Strafen, Zurechtweisen, Trösten, Erneuern, Heiligen und Erinnern an Jesus.
Die Bibel - Johannes 15,26 · Apostelgeschichte 2,1–4.16–17 · 1. Korinther 3,16 · Johannes 14,26; 16,8.13 · Titus 3,4–6 · 1. Petrus 1,2
Die Bibel - 2. Timotheus 3,16
„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit."
Sein heiliges Wort — Die Bibel
Wir glauben, dass die 66 kanonischen Bücher des Alten und des Neuen Testamentes Gottes Wort sind, die in der Urschrift von Gott inspiriert wurden und deshalb unfehlbar und vollständig sind.
Die Bibel ist die schriftliche Offenbarung Gottes und deshalb ist die ganze Schrift, und die Schrift allein, höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung.
Jede Bibelkritik, sei sie historisch-kritisch, praktisch oder traditionell begründet, ist nicht schriftgemäß — wir lehnen diese ab.
Die Sünde
2. Die Sünde und Erlösung des Menschen
Wir glauben, dass die Sünde durch den Menschen in die Welt kam, obwohl ihn Gott nach seinem Bilde schuf. Gott schuf den Menschen aufrichtig und unschuldig, fähig zur unmittelbaren Gemeinschaft mit ihm.
Doch der Mensch hörte mehr auf die Stimme Satans, sündigte und fiel trotz der Warnung von Gott ab. So ist der Mensch mit allen seinen Nachkommen dem leiblichen und geistlichen Tod verfallen. Nun ist der Mensch von Natur aus untüchtig zum göttlich Guten und neigt dagegen zum Bösen.
Die Bibel - 1. Mose 1,27.31 · Prediger 7,29 · 1. Mose 2,16–17.25; 3,8; 8,21 · Römer 5,12.14; 6,23 · Jeremia 17,9 · Markus 7,21–23
Die Erlösung
Wir glauben, dass die Erlösung des Menschen nur durch das einzig gültige Sühnopfer Jesu Christi geschieht. Er erlöst uns vom Fluch des Gesetzes, vom ewigen Tod als dem Lohn der Sünde und erkauft uns durch sein eigenes Blut. Er erlöst uns vom Zorn Gottes.
Durch die Gnade Jesu Christi werden wir ohne Verdienst aufgrund des Glaubens gerecht.
Die Bibel - Johannes 1,29; 14,6 · Hebräer 10,14 · Galater 3,11–13 · Römer 3,24; 6,23 · Epheser 1,7 · Johannes 3,36
Die Bibel - Johannes 1,29
„Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!"
Bekehrung und Wiedergeburt
3. Die Annahme des Heils
Wir glauben, dass der Mensch durch das lebendige und kräftige Wort Gottes angesprochen wird.
Wenn der Mensch sein Herz der Wirkung der göttlichen Offenbarung öffnet, empfängt er die Sündenerkenntnis, bereut die Sünde, bekennt und lässt sie und erfährt die Buße und Umkehr.
Wenn der Mensch in Anerkennung seiner eigenen Unzulänglichkeit und der göttlichen Heiligkeit im Gebet Jesus als seinen einzigen Erretter von Sündenschuld und Sündenverlangen annimmt, erlebt er die Wiedergeburt. Denn er erhält durch den Glauben an Jesus Christus Vergebung der Sünde, Rechtfertigung und den Einzug des Heiligen Geistes — das neue Leben.
Die Bibel - Hebräer 4,12 · Johannes 3,7; 16,8 · Sprüche 28,13 · Apostelgeschichte 11,18; 26,18 · 1. Johannes 1,9 · Psalm 51 · Römer 3,24–28
Die biblische Wassertaufe
Wir glauben, dass die biblische Wassertaufe von wiedergeborenen Menschen als von der Bibel geforderte Handlung vollzogen wird. Es handelt sich hierbei um eine freiwillige Glaubensentscheidung auf das persönliche Bekenntnis hin.
Die Bibel gibt uns eine bestimmte Vollzugsform vor und erklärt deren Zweck: Die Taufe ist ein Zeichen des Mitgestorbenseins und Mitauferstandenseins mit Christus.
Die Bibel - Apostelgeschichte 8,37–38 · Kolosser 2,12–13 · Galater 3,27 · Markus 16,16 · Römer 6,3–4 · 1. Petrus 3,21
Christus ist das Haupt
4. Die Gemeinde Gottes
Wir glauben an Jesus Christus als das Haupt der Gemeinde.
Die Vielzahl der lokalen Gemeinden in der Christenheit bilden eine christliche Universalgemeinde. Diese liebt unser Herr Jesus Christus und hat sie von den Sünden mit seinem teuren Blut gewaschen und sich selbst für sie dahingegeben.
Obwohl die Mitglieder dieser universalen Gemeinde aus unterschiedlichem Umfeld, Stand und Kultur stammen, sind sie doch alle eins und untereinander Geschwister in Jesus Christus.
Trotz der Einheit in Christus distanzieren wir uns als Gemeinde von ökumenischen Gedanken und Bestrebungen, da diese eine unbiblische Relativierungslehre vertreten.
Die Bibel - Epheser 1,22; 5,26–27 · Offenbarung 1,5; 2,1.23; 5,9 · Kolosser 3,11 · Johannes 17,21 · 1. Korinther 1,10; 12 · Epheser 4,1–16
Die Mitglieder
Die Gemeinde Jesu Christi besteht aus solchen Mitgliedern, die sich bekehrt haben, wiedergeboren und getauft sind. Sie suchen die Gemeinschaft mit dem Vater und Jesus Christus im Heiligen Geist.
Die Bibel - Epheser 1,1; 2,19–22 · 1. Petrus 1,1–2 · Römer 6,17 · Hebräer 12,22–23 · Matthäus 16,16–18 · 1. Timotheus 3,15
Der Ruhetag
5. Der praktische Gottesdienst
Der neutestamentliche Tag der Ruhe und der feierlichen Versammlung zur gemeinsamen Anbetung Gottes und Erbauung der Gläubigen leitet sich von den Aposteln ab: der erste Tag der Woche — das ist der Tag der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus, der Sonntag.
Dieser Tag wird vorwiegend für die Verkündigung des Evangeliums und die Pflege des geistlichen Lebens der Gläubigen sowie der heiligen Handlungen genutzt.
Die Bibel - Matthäus 28,1 · Markus 16,2 · Lukas 24,1–6 · Apostelgeschichte 2,1; 20,7 · 1. Korinther 16,1–2 · Johannes 20,19.26
Das Abendmahl
Wir glauben, dass das Abendmahl des Herrn eine heilige, sichtbare Handlung ist, eingesetzt von Jesus Christus selbst.
Dabei werden die Einsetzungsworte Jesu Christi gelesen, für das Brot und den Kelch gedankt, das Brot gebrochen und ausgeteilt, ebenso der Kelch rundgereicht und genossen. Teilhaben dürfen nur die Gläubigen, die sich selbst geprüft und Frieden mit Gott und Menschen haben.
Diese Handlung symbolisiert, dass der heilige Leib Christi am Stamme des Kreuzes geopfert und sein teures Blut zur Vergebung unserer Sünden vergossen wurde.
Die Bibel - Matthäus 26,26–30 · Markus 14,22–26 · Lukas 22,18–20 · 1. Korinther 11,23–32 · Epheser 1,7
Die christliche Ehe
Die Ehe ist eine heilige, göttliche Ordnung, von Gott selbst ins Leben gerufen. Es ist die Verbindung zwischen Mann und Frau — Gott selbst befestigte und segnete diesen Bund. Wir lehnen Ehescheidungen ab.
Die Bibel - 1. Mose 1,27–28; 2,18–24; 9,1 · Matthäus 19,3–6
Die Bibel - Offenbarung 22,12
„Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind."
6. Die zukünftigen Dinge
Wir glauben, dass Gott, der in der Geschichte der Handelnde ist, sein Vorhaben zu endgültiger Erfüllung bringen wird.
Mit dem Tod gehen die vor Gott Gerechten in einen Zustand der Ruhe in der Gegenwart Gottes und in die Gemeinschaft mit Christus ein. Die Ungerechten leiden die Qual der Trennung von Gott, während sie auf ihr endgültiges Gericht warten.
Wenn der Herr wiederkommt, werden die lebenden Gläubigen entrückt und die Toten in Christus auferweckt werden, um in Ewigkeit bei ihm zu sein. Christus wird alle Menschen richten. Die Gerechten werden das Reich Gottes erben, und die Ungerechten werden die Qualen der endlosen Hölle erleiden.
Die Bibel - Apostelgeschichte 1,11 · Matthäus 24,36; 25,31–32 · 1. Korinther 15,52 · 1. Johannes 2,28 · 1. Thessalonicher 3,13; 4,16–17 · 2. Korinther 5,10 · Daniel 12,3 · Hebräer 9,27 · Offenbarung 20,12–13
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